5 beste Datenwiederherstellungsprogramme für USB-Laufwerke, Speicherkarten und Festplatten
Entfernbare Speichermedien wie USB-Flash-Laufwerke und Speicherkarten sind äußerst praktisch, zugleich aber auch die häufigste Ursache für Datenverlust. Heute untersuchen wir die wichtigsten Ursachen für den Dateiverlust und führen einen Vergleichstest von fünf Datenrettungsprogrammen durch.

- Konfiguration des Testdatenträgers
- Vergleich von Datenrettungsprogrammen
- TEST 1. Wiederherstellung nach dem Löschen von Dateien und einer Partition
- TEST 2. Wiederherstellung verschlüsselter Dateien
- Fazit
- Häufig gestellte Fragen
- Bemerkungen
Anwender stoßen am häufigsten auf versehentliches Löschen. Anders als auf Festplatten werden Dateien auf Wechselspeichermedien direkt gelöscht, wobei der Papierkorb umgangen wird. Dasselbe gilt bei der Verwendung der Tastenkombination Umschalt + Entf.
Eine weitere häufige Ursache ist das versehentliche Formatieren einer Speicherkarte in einer Kamera oder einem Smartphone oder die falsche Auswahl einer Partition zum Löschen auf einem PC.
Auch logische Fehler und Dateisystembeschädigungen treten auf, wenn das Laufwerk zu RAW wird. Die Situation wird noch komplexer, wenn Daten aus verschlüsselten BitLocker-, LUKS- oder APFS-Encrypted-Partitionen verloren gehen. Solche Dateien sowie komprimierte NTFS-Objekte können nur mit spezialisierter Software wiederhergestellt werden.
Beste Datenrettungssoftware 2026: USB-Sticks, Speicherkarten und externe Festplatten
Konfiguration des Testdatenträgers
Das erste getestete Laufwerk ist eine Speicherkarte mit sechs Standardpartitionen. Hier haben wir die gängigsten Dateisysteme zusammengestellt, um zu prüfen, wie die Programme Laufwerke unterschiedlicher Betriebssysteme auslesen.
Die Karte umfasst standardmäßige Windows-Dateisysteme wie NTFS mit komprimierten Dateien sowie die universellen Dateisysteme FAT und exFAT. Darüber hinaus haben wir zur Prüfung der Kompatibilität mit Apple-Computern und Linux-Systemen HFS+-, APFS- und EXT4-Laufwerke hinzugefügt.

Das zweite Medium ist ein USB-Flash-Laufwerk für die komplexeste Teststufe. Es enthält drei verschlüsselte Partitionen, in denen Informationen durch Passwörter sicher geschützt sind. Dabei handelt es sich um ein durch BitLocker geschütztes Laufwerk mit zusätzlich per EFS verschlüsselten Dateien. Die nächste Partition ist mit LUKS plus zusätzlicher fscrypt-Ordnerverschlüsselung geschützt, und das geschützte Volume von macOS verwendet APFS Encrypted.

Vergleich von Datenrettungsprogrammen
Wir führen die weitere Untersuchung ausschließlich mit Byte-für-Byte-Images durch, da die Arbeit mit einem virtuellen Image anstelle eines physischen Laufwerks die zusätzliche Hardwarebelastung reduziert.
Bitte beachten Sie! Wenn Sie das Laufwerk direkt scannen, speichern Sie die wiederhergestellten Dateien unter keinen Umständen auf dasselbe Medium zurück, da dies zu irreversibler Überschreibung und dauerhaftem Datenverlust führt.
Bevor wir mit dem Test beginnen, stellen wir kurz die Teilnehmer vor. Alle Programme sind etablierte Werkzeuge und treten daher unter vollkommen gleichen Bedingungen an. Für das Experiment haben wir kostenlose Testversionen ausgewählt, die jeder aus dem Internet herunterladen kann. Das Hauptkriterium für eine erfolgreiche Wiederherstellung ist die korrekte Anzeige der Dateien im Vorschaufenster.
Wichtiger Hinweis! Alle ausgewählten Programme können ein exaktes Byte-für-Byte-Disk-Image erstellen. Wir haben diese Funktion vor Beginn des Scans verwendet, um sicher zu arbeiten.
Fünf beliebte Datenrettungsprogramme nahmen an unserem Test teil:
- Hetman Partition Recovery 5.4;
- DMDE 4.4;
- R-Studio Demo 9.5;
- UFS Explorer Standard Recovery 10.21;
- Disk Drill 6.3.
Die ersten vier Programme sind für Windows, macOS und Linux verfügbar, während Disk Drill nur Windows und macOS unterstützt. Jede dieser Lösungen verwendet eigene Algorithmen für die Laufwerkanalyse, den Umgang mit verschlüsselten Partitionen, die Suche nach verlorenen Dateien und die Datenrettung.
TEST 1. Wiederherstellung nach dem Löschen von Dateien und einer Partition
Für den Test haben wir Dateien auf jeder Partition der Speicherkarte gelöscht. Zusätzlich haben wir die APFS-Partition separat gelöscht, um zu prüfen, wie die Programme eine verlorene Partition finden und Daten nach dem Löschen wiederherstellen.
1. PLATZ. Hetman Partition Recovery
Montieren Sie das erstellte Speicherkarten-Image im Programm. Das Dienstprogramm erkennt das angeschlossene Medium sofort und identifiziert automatisch die Dateisysteme auf allen Partitionen.

Wählen Sie ein beliebiges Volume aus, um detaillierte Informationen anzuzeigen. Das Programm erkennt auch gelöschte Partitionen erfolgreich, die in der Oberfläche bequem grau markiert sind.
Um mit der Analyse unseres Images zu beginnen, doppelklicken Sie es mit der linken Maustaste und wählen Sie den gewünschten Scan-Typ: Schnell oder Vollständig.

Betrachten wir die Schnellscan-Option für das Image. Das Programm findet sowohl vorhandene als auch gelöschte Dateien präzise. Nach Abschluss des Scans öffnet das Dienstprogramm die Partitionen mit den gefundenen Objekten.

Bitte beachten Sie! Alle Volumes werden in logischer Reihenfolge angezeigt, und die Dateisysteme, auf denen die Daten gespeichert waren, werden dargestellt.
Öffnen wir beispielsweise die erste Partition mit dem NTFS-Dateisystem, die sowohl reguläre als auch komprimierte Daten enthält. Das Programm markiert alle gelöschten Elemente sofort mit einem roten Kreuz.

Klicken Sie auf die gewünschte Datei, und sie wird sofort im Vorschaufenster angezeigt.

Die Oberfläche ist so logisch wie möglich gestaltet, sodass der Ablauf sowohl für technische Fachkräfte als auch für gewöhnliche Anwender verständlich ist.
Hinweis! Komprimierte Dateien werden visuell durch Farbe von den übrigen unterschieden, wodurch sie in der Gesamtliste leicht zu finden sind.

Das Programm ermöglicht es, sowohl vorhandene als auch gelöschte Daten in einer Vielzahl von Formaten problemlos anzuzeigen. Dazu gehören MP4-Videos, RAR-Archive, Textdokumente und Bilder, einschließlich BMP-Dateien. Prüfen Sie den genauen Status und die Größe jedes Objekts in der entsprechenden Spalte.
Wählen Sie schließlich einfach die erforderlichen Dateien aus und starten Sie den Wiederherstellungsprozess.

Überprüfen Sie die gescannten Partitionen der Speicherkarte – auf jeder davon hat das Programm verlorene Dateien in gängigen Formaten gefunden. Zusätzliche Schritte sind nicht erforderlich – alles ist so einfach und klar wie möglich.
Da die letzte Partition vollständig gelöscht wurde, verwenden wir sie, um die Dateisuche mit der Vollanalyse zu demonstrieren. Um diese Partition zu scannen, doppelklicken Sie sie mit der linken Maustaste und wählen Sie Vollanalyse.

Bitte beachten Sie! Bei Auswahl dieses Scan-Typs müssen Sie zusätzlich das APFS-Dateisystem angeben.

Warten Sie, bis der Vorgang abgeschlossen ist, und überprüfen Sie die gefundenen Dateien. Um die Datenintegrität zu verifizieren und die erforderlichen Objekte zu speichern, verwenden Sie das Vorschaufenster. Wählen Sie die benötigten Dateien aus und speichern Sie sie auf ein anderes Laufwerk.

2. PLATZ. Disk Drill PRO
Als Erstes fällt das moderne Design auf.
Während des Scans sortiert Disk Drill die gefundenen Daten automatisch nach Kategorien: Fotos, Videos, Audio und Dokumente. Das wirkt ansprechend, verursacht in der Praxis jedoch bei ernsthaften Datenverlustszenarien Unannehmlichkeiten.

Außerdem unterstützt das Programm keine Archivvorschau, und unter den Ergebnissen erscheinen viele verschiedene Dateien unbekannter Herkunft.
Dem Dienstprogramm fehlt auch eine Schnellscan-Funktion. Es ist unklar, welche Dateien sich auf dem Medium befinden und welche gelöscht sind, da das Programm sie in keiner Weise markiert – der Benutzer muss entweder den genauen Dateinamen kennen oder ihn nur erraten.

Während Disk Drill wertvolle Zeit mit der erneuten Sortierung von Dateien nach Typ und der Zerstörung der ursprünglichen Hierarchie verbringt, arbeiten die Algorithmen von Hetman Partition Recovery wesentlich effizienter. Sie lesen die intakte Dateitabelle sofort aus, und Sie sehen unmittelbar die ursprüngliche Verzeichnisstruktur mit allen Ordnern und den ursprünglichen Dateinamen.
Dennoch erhält Disk Drill einen verdienten Punkt für seine Vorschaufunktion. Der integrierte Player gibt Videos sofort und ohne Verzögerung wieder, und große Fotos und Dokumente öffnen schnell und ohne Verzögerung.

Gleichzeitig lieferte das Programm in anderen Testszenarien mit Hetman Partition Recovery vergleichbare Ergebnisse: Es fand und stellte Dateien auf den meisten getesteten Medien erfolgreich wieder her.
3. PLATZ. R-Studio
In unserem Ranking belegte dieses Programm den dritten Platz. Es bewältigt die meisten alltäglichen Datenrettungsaufgaben gut, liegt aber aufgrund einer weniger komfortablen Oberfläche hinter den Spitzenreitern zurück. Insbesondere bietet es keine Vorschau für Dokumente oder Archive.
In der ersten Testphase lädt das Dienstprogramm das Image erfolgreich und erkennt die Basispartitionen mit unterschiedlichen Dateisystemen.

Nach Abschluss des Schnellscans zeigt das Programm eine allgemeine Ordnerliste an, wobei gelöschte Objekte deutlich mit einem roten Kreuz markiert sind.

Prüfen wir die Vorschaufunktionen für verschiedene Datentypen: Multimediadateien und Dokumente. Das Programm bewältigt diese Aufgabe gut: Sie können problemlos ein MP4-Video abspielen, Fotos in hoher Qualität anzeigen oder ein reines Textdokument lesen.

In der Praxis ist das jedoch nicht so komfortabel. Dieses Programm ist in erster Linie für Fachleute gedacht und enthält keine einfachen Schritt-für-Schritt-Assistenten für eine schnelle Wiederherstellung mit einem Klick.
Dennoch hinterließ die Qualität der eigentlichen Datensuche einen positiven Eindruck. Während des Tests fand und stellte das Dienstprogramm Dateien auf dem Niveau von Hetman Partition Recovery erfolgreich wieder her. Die wesentlichen Unterschiede zwischen den Programmen liegen nicht in den Wiederherstellungsergebnissen, sondern in der Benutzerfreundlichkeit und dem Funktionsumfang.
4. PLATZ. UFS Explorer Standard Recovery
Als Nächstes in unserem Test folgt UFS Explorer Standard Recovery, das den vierten Platz im Ranking belegte.
Das Programm bietet eine breite Palette an Werkzeugen für die professionelle Datenrettung, ist jedoch weniger komfortabel zu bedienen als die Konkurrenz. Die Oberfläche ist schwieriger zu verstehen, und der Wiederherstellungsprozess selbst ist nicht als einfacher Schritt-für-Schritt-Assistent organisiert.

Dem Programm fehlt außerdem ein Modus für die Miniaturansicht, was das Auffinden von Fotos und anderen Mediendateien erschwert. Die Oberfläche ist nur in einer begrenzten Anzahl von Sprachen verfügbar, und die Unterstützung für die Dateisysteme ZFS, Btrfs und VMFS fehlt.

Während des Scans kann das Programm eine große Anzahl von Fragmenten unbekannter Daten finden, deren Herkunft schwer zu bestimmen ist. Auch viele Systemordner, die keine Dateien enthalten, erscheinen in den Ergebnissen.

Dadurch kann die Ergebnisstruktur überladen und unübersichtlich wirken. Besonders schwierig ist es, die benötigten Daten zu finden, wenn sich der Benutzer nicht an den exakten Namen oder den ursprünglichen Speicherort erinnert. In solchen Fällen kann die Suche nach den erforderlichen Dateien lange dauern.

Ein weiterer Nachteil von UFS Explorer Standard Recovery ist das Fehlen einer Schnellscan-Funktion.
Das Programm arbeitet mit dem NTFS-Dateisystem sehr gut und liest das Laufwerk sofort aus. Wenn die Dateitabelle nicht beschädigt ist, öffnet sich die Ordnerstruktur unmittelbar, ohne lange Scan-Wartezeit.
Das integrierte Vorschau-Modul öffnet Grafiken korrekt. Wir testeten BMP-Dateien – die Bilder werden ohne Verzerrungen angezeigt. Beim Test komprimierter Daten verlangsamt sich der Viewer jedoch merklich, sodass auf das Laden der Vorschau gewartet werden muss.

Das Programm findet erfolgreich verlorene Daten auf FAT32-, exFAT- sowie auf Linux-Ext4- und macOS-HFS+-Partitionen.

Hinsichtlich der Bedienbarkeit ist die Oberfläche mit technischen Details überladen. Ständige Bestätigungs-Pop-ups und eine umständliche Menüführung erfordern zusätzliche Klicks. Für einen gewöhnlichen Benutzer wirkt die Programmlogik komplex.
Gleichzeitig gab die eigentliche Datenrettung keinen Anlass zur Beanstandung. Alle Testszenarien wurden erfolgreich abgeschlossen, und das Programm fand und stellte Dateien unabhängig vom Medientyp korrekt wieder her.
5. PLATZ. DMDE Professional
Den letzten Platz in unserem Ranking belegt DMDE.

Trotz seiner leistungsstarken Funktionen für professionelle Festplattenarbeit belegte das Programm aufgrund seiner komplexen Oberfläche den fünften Platz. Es unterstützt keinen Miniaturansichtsmodus, bietet für die meisten Dateitypen außer Bildern keine Vorschau, verfügt nicht über einen komfortablen Schritt-für-Schritt-Wiederherstellungsassistenten und unterstützt die Dateisysteme ZFS, Btrfs oder VMFS nicht.
Nach dem Start des Programms wird deutlich, dass es nicht für Einsteiger gedacht ist. Die Oberfläche ist so minimalistisch wie möglich gehalten, ohne Hinweise oder Erklärungen, sodass es recht schwierig ist, die Abfolge der Schritte selbstständig zu verstehen. Statt vertrauter Dashboards und Schaltflächen sieht der Benutzer einfache Sektorentabellen und Systemverzeichnisse.

Im Gegensatz zu Dienstprogrammen, die zusätzliche Zeit mit der Hintergrund-Neusortierung von Inhalten nach Kategorien verschwenden, arbeitet dieses Programm auf niedriger Ebene. Es liest die Partitionsstruktur und die Dateitabellen sofort aus, sodass der Zugriff auf Ordner fast unmittelbar und ohne Verzögerungen oder unnötige Schritte erfolgt.
Es ist ein extrem schnelles, präzises und fehlerfreies Werkzeug. Da seine Oberfläche für Einsteiger jedoch völlig unfreundlich ist, bleibt diese hocheffiziente Software eindeutig eine professionelle Lösung und keine Wahl für den alltäglichen Einsatz.

Gleichzeitig arbeiten die Wiederherstellungsalgorithmen selbst auf hohem Niveau. Trotz der schwierigen Bedienung bewältigte das Programm alle Testszenarien erfolgreich und lieferte dasselbe Endergebnis bei der Wiederherstellung wie die Spitzenreiter unseres Vergleichs.
TEST 2. Wiederherstellung verschlüsselter Dateien
Für den Test haben wir einen Teil der Dateien in jedem verschlüsselten Image gelöscht, insbesondere Daten, die zusätzlich durch Dateiverschlüsselung geschützt waren. Dadurch konnten wir bewerten, wie effektiv die Programme sowohl reguläre als auch verschlüsselte Dateien finden und wiederherstellen. Separat haben wir eine verschlüsselte APFS-Partition gelöscht, um die Fähigkeit der Programme zu prüfen, diese zu erkennen, zu entschlüsseln und die verlorenen Daten wiederherzustellen.
1. PLATZ. Hetman Partition Recovery
Wenden wir uns nun dem Laufwerk mit unterschiedlichen Partitionverschlüsselungstypen zu.

Bitte beachten Sie, dass das Dienstprogramm Dateisysteme und ihren Schutztyp automatisch erkennt.
In unserem Fall ist das Volume mit BitLocker gesperrt, und der Ordner darin enthält EFS-Dateien. Der entsprechende Status und die Verschlüsselungsdetails werden im rechten Bereich des Fensters angezeigt.
Um die Suche zu starten, entsperren Sie das Laufwerk unbedingt.
Denken Sie daran, dass ohne diesen Schritt kein Zugriff auf Daten möglich ist, weder auf vorhandene noch auf gelöschte. Bitte geben Sie das Passwort ein und starten Sie den Scan.

Nach Abschluss des Scans öffnet das Programm ein Fenster mit einer Meldung, dass verschlüsselte Dateien gefunden wurden.

Fügen Sie den Entsperrschlüssel hinzu oder geben Sie das Passwort ein. Klicken Sie nach Eingabe der erforderlichen Informationen auf die Schaltfläche Fertigstellen.

Nach erfolgreicher Entsperrung warten Sie auf den Zugriff auf die gefundenen Dateien. Verwenden Sie die Vorschau, um deren Integrität zu überprüfen, wählen Sie die erforderlichen Objekte aus und speichern Sie sie auf ein anderes Laufwerk.

Darüber hinaus erkannte das Programm die verschlüsselte Linux-Partition, die durch den LUKS-Standard geschützt ist. Darin befindet sich ein Ordner mit zusätzlicher fscrypt-Verschlüsselung. Wichtig ist, dass jede dieser Schutzebenen ein eigenes, eindeutiges Passwort erfordert.

Ein spezieller Dialog informiert Sie sofort darüber, dass eine Entsperrung erforderlich ist. Bitte geben Sie die entsprechenden Passwörter ein, damit das Programm auf die Volumes zugreifen und mit dem Scannen beginnen kann.

Wenn der Vorgang abgeschlossen ist, überprüfen Sie die Ergebnisse sorgfältig. Öffnen Sie die entsprechenden Verzeichnisse, da sich dort die verlorenen Dateien befinden können. Um deren Integrität zu prüfen, verwenden Sie unbedingt das Vorschaufenster und speichern Sie die wiederhergestellten Daten anschließend auf einem sicheren Laufwerk.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist, dass das Programm gelöschte verschlüsselte APFS-Partitionen erfolgreich findet und scannt. Um die verlorenen Daten wiederherzustellen, doppelklicken Sie mit der linken Maustaste auf die gefundene gelöschte Partition. Wählen Sie im angezeigten Fenster Vollanalyse als Scan-Typ aus.
Bitte beachten Sie! Bei Auswahl dieses Modus müssen Sie zusätzlich das APFS-Dateisystem angeben.

Danach erkennt das Programm automatisch, dass das Volume verschlüsselt ist, und fordert Sie zum Entsperren auf. Geben Sie das erforderliche Passwort ein, warten Sie auf die Scan-Ergebnisse und rufen Sie Ihre Dateien ab.

2. PLATZ. R-Studio
R-Studio belegt den nächsten Platz in unserem Test.
Das Programm erzielte ein gutes Ergebnis beim Arbeiten mit verschlüsselten Partitionen und bietet eine stabile Unterstützung für BitLocker und APFS Encrypted.

R-Studio hat keine Probleme bei der Identifizierung von BitLocker-Partitionen und bietet an, ein Passwort oder einen Wiederherstellungsschlüssel einzugeben, um sie zu entsperren. Nach erfolgreicher Authentifizierung öffnet das Programm die Verzeichnisstruktur und zeigt sowohl vorhandene als auch gelöschte Dateien an.

Wenn die Partition Dateien enthält, die zusätzlich mit EFS verschlüsselt sind, werden sie ebenfalls in der Liste angezeigt. Gleichzeitig bleibt ihr Inhalt unzugänglich, da EFS einen separaten Verschlüsselungsmechanismus verwendet. Es ist jedoch nicht möglich, deren entschlüsselten Inhalt in der Vorschau anzuzeigen oder wiederherzustellen, da das Programm die Entschlüsselung von EFS-geschützten Dateien nicht unterstützt.

Das Programm arbeitet auch problemlos mit APFS Encrypted. Nach dem Scannen geben Sie einfach das Passwort ein; danach wird die vollständige Volume-Struktur geöffnet, gelöschte Elemente werden verfügbar, und die Vorschaufunktion wird aktiviert.

Die einzige Einschränkung war das Fehlen von LUKS-Unterstützung. Das Programm erkennt den Container nicht als verschlüsselt und zeigt ihn nur als Basis-Datenpartition an. Dadurch ist es unmöglich, ein Passwort einzugeben, das EXT4-Dateisystem zu öffnen oder Ordner zu überprüfen, die zusätzlich durch fscrypt geschützt sind.

Die Kombination aus zuverlässiger Arbeit mit den beiden gängigsten Verschlüsselungssystemen, einem klaren Entsperrprozess und vollständigem Datenzugriff nach der Passworteingabe brachte R-Studio den zweiten Platz in unserem Ranking ein.
3. PLATZ. UFS Explorer Standard Recovery
UFS Explorer Standard Recovery arbeitet ebenfalls gut mit verschlüsselten Medien und liegt nur knapp hinter dem Testsieger. Unmittelbar nach dem Öffnen des Laufwerks erkennt UFS Explorer alle verschlüsselten Partitionen und markiert sie mit einem Schloss-Symbol. Dadurch ist sofort erkennbar, welche Volumes ein Passwort erfordern.

BitLocker wird vollständig unterstützt. Nach Eingabe des richtigen Passworts entsperrt das Programm das Volume, öffnet die Verzeichnisstruktur, zeigt sowohl vorhandene als auch gelöschte Dateien an und findet außerdem Ordner mit EFS-verschlüsselten Daten. Gleichzeitig ist die Anzeige oder Wiederherstellung des entschlüsselten Inhalts solcher Dateien aufgrund der Eigenschaften der EFS-Verschlüsselung nicht möglich.

Während des Tests bot UFS Explorer ausschließlich das Entsperren per Passwort an. Im Programmbereich waren keine separaten Optionen zur Verwendung eines Wiederherstellungsschlüssels oder zum Laden einer BEK-Datei vorhanden.

UFS Explorer findet und zeigt mit EFS verschlüsselte Ordner und Dateien an. Das Programm entschlüsselt deren Inhalt jedoch nicht und bietet keine Vorschau. EFS-Dateien können gespeichert werden, bleiben jedoch verschlüsselt und erfordern das ursprüngliche EFS-Zertifikat, um unter Windows geöffnet zu werden.
APFS Encrypted wird ebenfalls ohne Einschränkungen unterstützt. Nach Eingabe des richtigen Passworts öffnet das Programm den vollständigen Inhalt des verschlüsselten Volumes, zeigt die Verzeichnisstruktur an und ermöglicht die Vorschau der gefundenen Dateien. So können Sie deren Integrität vor Beginn der Wiederherstellung überprüfen.

Beim Test von LUKS fiel das Ergebnis anders aus. Das Programm erkennt die Partitionsgrenzen korrekt, meldet jedoch, dass dieser Verschlüsselungstyp nicht unterstützt wird. Nach Auswahl des Dateisystems beginnt die Analyse faktisch nicht, sodass kein Zugriff auf das EXT4-Dateisystem oder die Überprüfung des Containerinhalts möglich ist.

UFS Explorer erhält den dritten Platz, weil es hinsichtlich der Unterstützung von BitLocker und APFS Encrypted nahezu auf dem Niveau von R-Studio liegt, die LUKS-Unterstützung jedoch weniger effektiv umgesetzt ist.
4. PLATZ. Disk Drill
Disk Drill unterstützt die Arbeit mit verschlüsselten BitLocker- und APFS-Encrypted-Volumes, weist jedoch bestimmte Besonderheiten bei der Darstellung der Laufwerksstruktur auf. Zum Entsperren von BitLocker können Sie ein Passwort oder einen Wiederherstellungsschlüssel verwenden, BEK-Dateien werden jedoch nicht unterstützt.
Nach dem ersten erfolgreichen Entsperren kann Windows die eingegebenen Anmeldedaten im Credential Manager speichern. Beim nächsten Öffnen desselben Volumes verwendet das Programm sie automatisch, sodass Sie das Passwort oder den Wiederherstellungsschlüssel nicht erneut eingeben müssen.

Nach dem Öffnen des Images erstellt Disk Drill eine logische Baumstruktur anstelle der physischen Partitionsanordnung. So wird APFS beispielsweise als Abfolge von Physical Store, APFS Container und APFS Encrypted dargestellt, was von der tatsächlichen Partitionsreihenfolge auf dem Datenträger abweichen kann.

BitLocker wird problemlos erkannt. Nach der Analyse findet das Programm reguläre Dateien sowie Ordner mit EFS-verschlüsselten Daten.
Bei Dateien, die mit EFS verschlüsselt sind, zeigt das Programm diese lediglich in der Liste der gefundenen Daten an. Vorschau und Wiederherstellung ihres Inhalts werden nicht unterstützt.

APFS Encrypted wird ebenfalls unterstützt. Das Volume wird mit einem Schloss-Symbol markiert, und die Analyse beginnt automatisch nach Eingabe des korrekten Passworts.

Nach Abschluss werden sowohl vorhandene als auch gelöschte Dateien verfügbar. Das Programm zeigt die ursprüngliche Verzeichnisstruktur an, sofern sie erhalten geblieben ist, und ermöglicht außerdem die Vorschau gefundener Dateien im Vorschaufenster vor der Wiederherstellung. Dadurch können Sie prüfen, ob die Daten korrekt gelesen werden, bevor Sie sie speichern.

Der größte Nachteil war das Fehlen von LUKS-Unterstützung. Das Programm erkennt den Container nicht, zeigt das EXT4-Dateisystem nicht an und verschleiert faktisch das Vorhandensein dieser verschlüsselten Partition. Dadurch kann der Benutzer nicht einmal mit der Analyse beginnen.

Disk Drill belegt den vierten Platz wegen der eingeschränkten Unterstützung für Linux-Verschlüsselung und der im Vergleich zu den Testsiegern weniger informativen Darstellung der Laufwerksstruktur.
5. PLATZ. DMDE Professional
Den Abschluss des Rankings bildet DMDE Professional.
Während des Tests fand DMDE Professional die BitLocker- und LUKS-Partitionen nicht, sodass das Entsperren dieser Volumes nicht überprüft werden konnte. Das Programm bot nicht an, ein Passwort, einen Wiederherstellungsschlüssel oder andere Entsperrschlüssel einzugeben.
APFS Encrypted wurde durch Systemkennzeichen erfolgreich erkannt, doch statt das Volume zu entsperren, sieht der Benutzer zahlreiche Found-Einträge, und nach der Analyse sind nur RAW-Suchergebnisse ohne Dateisystemstruktur verfügbar.

Da die BitLocker-NTFS-Partition nicht gefunden wurde, war es auch nicht möglich, die Arbeit mit EFS-verschlüsselten Dateien zu testen.
Hier zeigt sich die Hauptcharakteristik von DMDE. Die Oberfläche ist mit technischen Informationen überladen, es gibt keinen vertrauten Dateimanager, und Ordner und Dateien öffnen sich nicht automatisch.

Um auf den Inhalt eines Volumes zuzugreifen, müssen Sie den erforderlichen Eintrag manuell finden, ihn über Volume öffnen öffnen und erst dann das richtige Passwort eingeben, falls die Partition verschlüsselt ist.

Wenn die erforderliche Partition nicht sofort gefunden wird, müssen Sie einen Vollständigen Scan ausführen, der zusätzliche Zeit und etwas Erfahrung mit dem Programm erfordert.
Trotz der komplexen Oberfläche arbeiten die Suchalgorithmen effizient. Während des Tests fand das Programm erfolgreich Partitionsstrukturen und lieferte Wiederherstellungsergebnisse, die mit denen der übrigen Testteilnehmer vergleichbar waren. Die schwierige Bedienung und nicht die Qualität der Algorithmen war der Hauptgrund für den letzten Platz in unserem Ranking.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die professionellen Werkzeuge DMDE, UFS Explorer und R-Studio leistungsstarke Funktionen bieten, jedoch eine komplexe Oberfläche aufweisen und fundierte Kenntnisse erfordern. Gleichzeitig bietet Disk Drill ein modernes Design, bleibt jedoch in Bezug auf Geschwindigkeit und die Beibehaltung der Verzeichnisstruktur hinter den anderen zurück.
Der unangefochtene Testsieger ist Hetman Partition Recovery. Das Programm kombiniert Tiefenscan, Unterstützung für BitLocker-, LUKS- und APFS-Verschlüsselung sowie eine einfache Oberfläche. Dank des Schritt-für-Schritt-Assistenten ist es sowohl für Fachleute als auch für Einsteiger leicht zu bedienen.
| Funktion | Hetman Partition Recovery 5.4 | R-Studio Demo 9.5 | UFS Explorer Standard Recovery 10.21 | Disk Drill 6.3 | DMDE 4.4 |
|---|---|---|---|---|---|
| Rang im Test: gelöschte Dateien und Partitionen | 🥇 1 | 🥉 3 | 4 | 🥈 2 | — |
| Rang im Test: verschlüsselte Daten | 🥇 1 | 🥈 2 | 🥉 3 | 4 | 5 |
| Schnellscan | ✅ | ✅ | ❌ | ❌ | — |
| Suche nach gelöschten Partitionen | ✅ | — | — | — | — |
| HFS+ | ✅ | — | ✅ | — | — |
| APFS | ✅ | — | — | — | — |
| EXT4 | ✅ | — | ✅ | — | — |
| BitLocker | ✅ + Entsperren | ✅ + Entsperren | ✅ + Entsperren | ✅ + Entsperren | ❌ Nicht erkannt |
| EFS | ✅ Entschlüsselung nach Schlüssel/Passwort | ⚠️ Findet Dateien, entschlüsselt Inhalte nicht | ⚠️ Findet Dateien, entschlüsselt Inhalte nicht | ⚠️ Findet Dateien, entschlüsselt Inhalte nicht | — |
| LUKS | ✅ + Entsperren | ❌ | ❌ | ❌ | ❌ Nicht erkannt |
| fscrypt | ✅ | ❌ | ❌ | ❌ | ❌ |
| APFS Encrypted | ✅ + Entsperren | ✅ + Entsperren | ✅ + Entsperren | ✅ + Entsperren | ⚠️ Erkannt, jedoch ohne normalen Zugriff |
| Dateivorschau | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐ |
| Archivvorschau | ✅ | ❌ | ⚠️ | ❌ | ❌ |
| Miniaturansicht | ✅ | — | ❌ | — | ❌ |
| Ursprüngliche Ordnerstruktur | ✅ | ✅ | ✅ | ⚠️ Hängt vom Szenario ab | ✅ |
| Benutzerfreundlichkeit der Oberfläche | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐ |
| Schritt-für-Schritt-Assistent | ✅ | ❌ | ❌ | — | ❌ |
| Für Einsteiger geeignet | ✅ | ⚠️ | ⚠️ | ✅ | ❌ |
| Professionelle Funktionen | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
| Linux | ✅ | ✅ | ✅ | ❌ | ✅ |







