Wiederherstellung von Daten aus RAID5-, RAID6- und RAID0-Arrays, die auf einem Dell PERC H700-Controller erstellt wurden
In diesem Artikel untersuchen wir Datenwiederherstellung von RAID 0, 5 und 6, die auf einem Dell PERC H700 Controller in einem PowerEdge R710 Server erstellt wurden. Wie Daten aus RAID‑Arrays, die auf einem Dell PERC H700 Controller erstellt wurden, wiederhergestellt werden können, welche Ursachen zu Datenverlust führen können und welche Werkzeuge helfen, auch in komplexen Fällen den Zugriff auf wichtige Dateien wiederherzustellen.

- Fähigkeiten des Dell PERC H700 Controllers
- SCHRITT 1. Dateiwiederherstellung von RAID
- SCHRITT 2. Anschließen der Laufwerke
- SCHRITT 3. Automatische RAID‑Erkennung
- SCHRITT 4. Manuelle RAID‑Zusammenstellung
- Fazit
- Fragen und Antworten
- Bemerkungen
Wir betrachten drei Szenarien‑Gruppen:
- Logische Fehler: versehentliches Löschen von Dateien, Formatieren oder Löschen von Partitionen auf den Array‑Festplatten.
- Verlust der RAID‑Konfiguration: wenn das Array im Betriebssystem nicht mehr erscheint aufgrund fehlerhafter Neuerstellung oder Zurücksetzung der Einstellungen im Controller‑Menü.
- Hardware‑Ausfälle: Ausfall des Controllers oder der Hauptplatine, gleichzeitiger Ausfall mehrerer Laufwerke, Fehler während eines Firmware‑Updates, fehlgeschlagene RAID‑Level‑Migration oder Array‑Erweiterung sowie versehentliches Überschreiben von Servicemeta‑Daten.
Im praktischen Teil lernen Sie, wie der Array‑Status diagnostiziert wird, wie Festplatten direkt an einen Rechner angeschlossen werden können (um den Controller zu umgehen) und wie die Schlüssparameter — Laufwerksreihenfolge, Stripe‑Unit‑Größe und Offset — ermittelt werden, um das RAID manuell mit spezialisierter Software rekonstruieren zu können.
Die beschriebenen Wiederherstellungsmethoden und Software sind universell und können nicht nur in Windows‑Umgebungen, sondern auch in Linux und macOS angewendet werden.
Datenrettung von RAID 0, 5 und 6, die auf dem Infortrend ESDS 1012 RC erstellt wurden
Fähigkeiten des Dell PERC H700 Controllers
Dell PERC H700 ist ein hardwarebasiertes RAID‑Controller‑Produkt der Unternehmensklasse, das SAS‑ und SATA‑Schnittstellen mit Geschwindigkeiten bis zu 6 Gbit/s unterstützt.
Der Controller verfügt über 6 interne Anschlüsse und unterstützt bei Verwendung eines Expanders den Anschluss von bis zu 32 Laufwerken; die maximale Array‑Kapazität kann 64 TB erreichen.
Der Cache umfasst je nach Konfiguration 512 MB oder 1 GB, und die Cache‑Sicherung bei Stromausfall wird durch ein BBU‑Batteriemodul (Battery Backup Unit) gewährleistet.
Der Controller unterstützt RAID‑Level 0, 1, 5, 6, 10, arbeitet mit HDDs und SSDs, wird in einem PCIe x8‑Slot installiert und ist kompatibel mit Windows Server, Linux und VMware ESXi.
Wesentliche Merkmale sind Hot‑Swap‑Laufwerkswechsel, Hintergrundinitialisierung, Patrol‑Reads und automatische Array‑Rekonstruktion.

| Spezifikation | Beschreibung |
|---|---|
| Controllermodell | Dell PERC H700 |
| Server-Schnittstelle | PCI Express 2.0 x8 |
| Unterstützte Laufwerksschnittstellen | SAS 6 Gbit/s, SATA II 3 Gbit/s |
| Anzahl unterstützter Laufwerke | Bis zu 32 physische Laufwerke |
| Unterstützte RAID-Level | RAID 0, 1, 5, 6, 10, 50, 60 |
| Cache-Größe | 512 MB oder 1 GB DDR2 |
| Cache-Schutz | BBU (Battery Backup Unit) |
| Hot-Swap-Unterstützung | Ja |
| Hot-Spare-Unterstützung | Ja |
| RAID-Level-Migration | Ja |
| Online Capacity Expansion (OCE) | Ja |
| RAID-Rekonfiguration (RLM) | Ja |
| Automatische Wiederherstellung des Arrays | Ja |
| SMART-Überwachung | Ja |
| Maximale Größe des logischen Volumes | Über 64 TB |
| Unterstützte Betriebssysteme | Windows Server, Linux, VMware ESXi |
| Verwaltung und Überwachung | Dell OpenManage Server Administrator (OMSA) |
| Einsatzbereich | Dell PowerEdge-Server der 11. Generation |
| Typische Einsatzszenarien | Dateiserver, Virtualisierung, Datenbanken, Backup-Systeme und Netzwerkspeicher |
| Wichtige Vorteile | Hohe Leistung, Unterstützung von RAID 6, Cache-Schutz und Online-Erweiterung von Arrays |
SCHRITT 1. Dateiwiederherstellung von RAID
Geben wir die Handlungsabfolge nach versehentlichem Datenverlust oder Formatierung des RAID‑Arrays an.
Am häufigsten treten Datenverluste auf durch versehentliches Drücken von Umschalt + Entf, Leeren des Papierkorbs oder durch vollständiges Formatieren bzw. Löschen von Partitionen direkt auf den Laufwerken des Arrays.
Für eine effektive Wiederherstellung gelöschter Informationen in solchen Fällen können Sie die Anwendung Hetman Partition Recovery verwenden. Diese professionelle Lösung ermöglicht das Scannen des Arrays, das Erkennen verlorener Dateien und deren Wiederherstellung mit maximaler Genauigkeit unter Erhalt der Ordnerstruktur.
Als Beispiel betrachten wir den Wiederherstellungsablauf für ein RAID 0, das aus zwei Laufwerken auf einem Dell PERC H700 Controller in einer Windows 11‑Umgebung besteht. Die Vorgehensweise für RAID 5 und RAID 6 Arrays ist dabei identisch.
Nach dem Start analysiert Hetman Partition Recovery automatisch die angeschlossenen Speichermedien und zeigt das RAID‑Array auf dem Hauptbildschirm an, inklusive Typ, Gesamtkapazität und Dateisystem.

Wenn Sie gelöschte Dateien wiederherstellen möchten, wählen Sie den Modus Schnellscan. In diesem Modus durchsucht die Anwendung die Metadaten und Dateisystemverzeichnisse schnell, erkennt verlorene Einträge und bewertet ihren Zustand.

Nach Abschluss sehen Sie eine Liste aller verfügbaren Dateien mit der Möglichkeit zur Vorschau, um die Integrität zu verifizieren. Wählen Sie die benötigten Objekte aus und klicken Sie auf Wiederherstellen — das Werkzeug speichert die Daten dann an dem angegebenen Ort und erhält dabei vollständig die ursprüngliche Ordnerstruktur und Dateiattribute.

Wurde das RAID‑Array formatiert oder Partitionen auf den Array‑Laufwerken gelöscht, verwenden Sie den Modus Vollständiger Scan. In diesem Modus führt die Anwendung einen tiefen Bit‑für‑Bit‑Scan der gesamten Array‑Oberfläche durch, wodurch die maximal mögliche Menge an Informationen selbst bei teilweiser Zerstörung der Dateisystemstruktur gefunden und wiederhergestellt werden kann. Dadurch wird die Wiederherstellung aller zugänglichen Daten sichergestellt, die vor der Formatierung auf dem Gerät gespeichert waren, bei höchstmöglicher Genauigkeit.

Stellen Sie vor Beginn der Wiederherstellung sicher, dass der Ziel‑Speicher über ausreichende Kapazität verfügt.
Während einer vollständigen Analyse kann Hetman Partition Recovery eine große Anzahl an Dateien finden, darunter lange verlorene Daten. Es wird empfohlen, ein separates externes Laufwerk oder ein anderes gesundes Array mit ausreichender Kapazität zu verwenden, um Unterbrechungen zu vermeiden und das korrekte Speichern der wiederhergestellten Daten samt Ordnerstruktur zu gewährleisten.

SCHRITT 2. Anschließen der Laufwerke
Für eine erfolgreiche Datenwiederherstellung ist eine Mindestanzahl intakter Laufwerke aus dem Array erforderlich. Die Anzahl verfügbarer Laufwerke beeinflusst direkt die Möglichkeit, das Array zu rekonstruieren und die Vollständigkeit der wiederhergestellten Informationen. Daher ist es wichtig, den Zustand jedes Laufwerks vor Arbeitsbeginn zu beurteilen:
- Für RAID 0 werden alle Laufwerke ohne Ausnahme benötigt, da die Daten blockweise gleichmäßig über alle Laufwerke verteilt sind. Das Fehlen auch nur eines Laufwerks macht die Wiederherstellung unmöglich, da das Array keine Redundanz zur Rekonstruktion verlorener Daten bietet.
- Für RAID 5 ist die minimal erforderliche Anzahl an Laufwerken für eine erfolgreiche Wiederherstellung eine weniger als die Gesamtanzahl der Geräte im Array. Dieses Level erhält durch verteilte Parität die Datenintegrität bei Ausfall eines einzelnen Laufwerks. Zwar ist eine Rekonstruktion ohne ein Laufwerk möglich, jedoch erhöht ein vollständiger Satz Laufwerke die Erfolgsaussichten deutlich und vereinfacht die automatische Strukturzusammenstellung.
- Für RAID 6 werden mindestens zwei Laufwerke weniger als die Gesamtanzahl der Array‑Mitglieder benötigt. Dank der Doppelparitäts‑Algorithmen bleibt das System auch beim gleichzeitigen Ausfall von zwei Laufwerken funktionsfähig. Damit ist RAID 6 die zuverlässigste der hier betrachteten Lösungen und schafft die besten Voraussetzungen für die Datenwiederherstellung nach schweren Hardware‑Ausfällen.

Nach dem Ausbau aus dem Server können die Festplatten direkt über standardmäßige SATA‑Kabel an das PC‑Motherboard angeschlossen oder über eine externe Dockingstation betrieben werden. SAS‑Laufwerke benötigen einen kompatiblen Controller, da Standard‑SATA‑Ports diese nicht unterstützen.
Initialisieren oder formatieren Sie die Laufwerke nicht, selbst wenn das System dazu auffordert, um die RAID‑Metadaten nicht zu beschädigen. Es empfiehlt sich, vorab die Laufwerksreihenfolge zu dokumentieren, um eine sichere Wiederherstellung zu ermöglichen.

Ist es physisch nicht möglich, alle Laufwerke anzuschließen, können Sie alternativ ein Image eines oder mehrerer nicht verfügbarer Laufwerke erstellen und diese in der Anwendung einbinden. Starten Sie dazu die Anwendung, wählen Sie das zu sichernde Laufwerk und klicken Sie auf die Schaltfläche Datenträger speichern. Im erscheinenden Dialog geben Sie einen geeigneten Speicherort an.

Nach Erstellung des Images wechseln Sie zum Hauptfenster der Anwendung und klicken oben im Programm auf die Schaltfläche Datenträger einbinden. Im sich öffnenden Dialog wählen Sie Roh‑Festplattenabbilder und geben den Pfad zum erstellten Image an.

Das Image wird dann zusammen mit den anderen Array‑Laufwerken gemountet, und Sie können die Datenwiederherstellung im normalen Modus fortsetzen.

SCHRITT 3. Automatische RAID‑Erkennung
Betrachten wir nun die Vorgehensweise bei Serverausfall oder Ausfall einzelner Hardwarekomponenten, wie des RAID‑Controllers oder der Hauptplatine. Diese Fehler führen häufig zum vollständigen Verlust des Zugriffs auf Array‑Laufwerke, da das Betriebssystem das logische Volume nicht mehr erkennt. Zu dieser Kategorie gehören auch Fälle, in denen ein oder mehrere Laufwerke physisch ausgefallen sind oder während eines Controller‑Firmware‑Updates ein kritischer Fehler auftrat, der zur Löschung der RAID‑Konfiguration führte.
Für die effektive Wiederherstellung von Informationen in solchen komplexen Situationen eignet sich Hetman RAID Recovery. Die Software ist speziell für die automatische Rekonstruktion beschädigter Arrays und die Extraktion von Daten selbst ohne den Original‑Controller ausgelegt. Nach dem Start erkennt das Programm automatisch die angeschlossenen Laufwerke als Teile eines RAID‑Arrays und beginnt mit der Rekonstruktion, ohne dass Windows‑Werkzeuge erforderlich sind.
Führen wir nun eine praktische Demonstration des Wiederherstellungsprozesses für RAID 5 am Beispiel eines Drei‑Laufwerk‑Arrays durch.
Es ist wichtig zu beachten, dass das Verfahren für RAID 0 und RAID 6 identisch bleibt.
Nach dem Start analysiert Hetman RAID Recovery automatisch alle angeschlossenen Speichermedien und rekonstruiert das Array, das anschließend auf dem Hauptbildschirm mit Typ, Gesamtkapazität und Dateisystem angezeigt wird.

Um mit der Suche nach Daten zu beginnen, wählen Sie das erkannte Array aus und starten den Modus Schnellscan. In diesem Modus durchsucht das Programm unverzüglich Metadaten und Dateisystemverzeichnisse, findet verlorene Elemente und bewertet deren Zustand.

Nach Abschluss der Analyse zeigt ein Dialog den gesamten zur Wiederherstellung verfügbaren Array‑Inhalt an. Sie können die Vorschau‑Funktion verwenden, um die Integrität gefundener Dateien zu prüfen. Zum Abschluss wählen Sie die benötigten Elemente aus und klicken oben im Hauptmenü auf die Schaltfläche Wiederherstellen.

Im sich öffnenden Dialog geben Sie einen sicheren Speicherort auf einem anderen gesunden Laufwerk an und bestätigen die Aktion. Die Anwendung stellt die Daten unter vollständigem Erhalt der ursprünglichen Ordnerstruktur und Dateiattribute wieder her.

Nach Abschluss des Kopiervorgangs klicken Sie auf Fertig und Ihre Daten stehen wieder zur weiteren Verwendung zur Verfügung.
Wenn das Programm das Dateisystem auf dem RAID‑Datenträger nicht automatisch erkennt oder der Schnellscan nicht das gewünschte Ergebnis liefert, verwenden Sie den Modus Vollständiger Scan in Hetman RAID Recovery. Während der Konfiguration können Sie die verwendeten Dateisysteme für eine tiefere Analyse auswählen.

SCHRITT 4. Manuelle RAID‑Zusammenstellung
Wurden Daten während einer Migration oder Array‑Erweiterung, durch Löschen der Konfiguration oder durch versehentliches Überschreiben technischer Informationen durch Benutzerfehler (z. B. Laufwerksinitialisierung), Partitionserstellung oder OS‑Installation auf Array‑Laufwerken verloren, verwenden Sie den integrierten RAID‑Konfigurator in Hetman RAID Recovery. Dieser ermöglicht die manuelle Rekonstruktion der Array‑Konfiguration, um auch nach fehlerhafter Laufwerksinitialisierung oder gescheiterter OS‑Installation Zugriff auf die Daten zu erhalten.

Betrachten wir ein praktisches Beispiel zur Wiederherstellung eines RAID 6, das auf vier Laufwerken aufgebaut war und bei dem zwei Laufwerke gleichzeitig ausgefallen sind. Dank der doppelten Redundanz ist eine erfolgreiche Datenwiederherstellung möglich, jedoch erfordert der Vorgang eine sehr genaue Reproduktion der ursprünglichen Array‑Struktur.
Beachten Sie, dass für RAID 0 und RAID 5 die Abfolge der Operationen unverändert bleibt.
Um im Modus RAID‑Konfigurator zu arbeiten, müssen die wesentlichen Array‑Parameter bekannt sein, die bei der Erstellung gesetzt wurden: RAID‑Typ, Laufwerksreihenfolge, Stripe‑Unit‑Größe und Sektorgröße in Bytes.
Bei dem Dell PERC H700 Controller sind typische Werte in den meisten Konfigurationen:
- Laufwerksreihenfolge – Left Synchronous,
- Stripe‑Unit‑Größe – 64 KB,
- Sektorgröße – 512 Bytes.

Dieses Controllermodell erlaubt außerdem die Auswahl folgender Stripe‑Unit‑Größen: 8 KB, 16 KB, 32 KB, 64 KB, 128 KB, 256 KB, 512 KB oder 1 MB. Diese Parameter können je nach spezifischer Array‑Einstellung variieren und sollten bei Bedarf überprüft oder manuell ausgewählt werden.
Im Feld Verfügbare Laufwerke wählen Sie die Array‑Laufwerke aus und verschieben sie unter Beibehaltung der korrekten Reihenfolge in das Feld Ausgewählte Laufwerke.
Ist eines der Laufwerke physisch nicht verfügbar, verwenden Sie die Funktion Leeres Laufwerk hinzufügen, um das fehlende Laufwerk zu simulieren.

Es ist wichtig, die korrekte Laufwerksreihenfolge beizubehalten, da eine Abweichung die korrekte Rekonstruktion des Arrays verhindert.
Nach der Konfiguration klicken Sie auf Hinzufügen, um das Array zur Hauptseite des Programms hinzuzufügen.

Sind einige Standard‑RAID‑Parameter unbekannt, können diese durch Ausprobieren der im Programm bereitgestellten Auswahloptionen ermittelt werden.
Verwenden Sie während dieses Vorgangs das Ergebnisfenster des gebildeten Arrays als Leitfaden. Korrekt ausgewählte Parameter führen in der Regel zum Auftauchen von Partitionen mit erkanntem Dateisystem und lesbarer Verzeichnisstruktur. Dies ist das primäre Indiz für eine korrekte logische Wiederherstellung des RAID und die Bereitschaft der Daten zur weiteren Analyse.
Zusätzlich können Sie die Funktion Automatisch erkennen nutzen. In diesem Modus iteriert das Programm mögliche Parameterkombinationen (Laufwerksreihenfolge, Stripe‑Größe, Offset), die theoretisch dem Array entsprechen könnten. So lässt sich die korrekte RAID‑Struktur auch ohne exakte Originalinformationen bestimmen.

Beachten Sie, dass die automatische Erkennung in der Regel mehr Zeit benötigt als die manuelle Eingabe der Parameter, aber unverzichtbar ist, wenn technische Konfigurationsinformationen vollständig verloren sind.
Nachdem das rekonstruierte Array in der Geräte‑Liste erscheint, können Sie mit dem Scannen beginnen. War nur die Konfiguration defekt, starten Sie mit dem Schnellscan. Das Programm analysiert die Metadaten und zeigt Ordner‑ und Dateistruktur an.

Gegebenenfalls nutzen Sie die Vorschau, um Dateiinhalte anzusehen. Ist das Ergebnis dieser Analyse unbefriedigend oder das Dateisystem stark beschädigt, wählen Sie den Vollständigen Scan.
Nach dem Scannen wählen Sie die Verzeichnisse und Dateien aus, die Sie wiederherstellen möchten. Klicken Sie anschließend auf Wiederherstellen.

Im nächsten Dialog geben Sie den Pfad zum Speichern der wiederhergestellten Daten an und bestätigen die Aktion erneut durch Klicken auf Wiederherstellen. Nach Abschluss informiert das Programm über die erfolgreiche Datenwiederherstellung von Ihrem Speichermedium.
Fazit
Der Dell PERC H700 Controller bietet hohe Leistung und Zuverlässigkeit für RAID‑Arrays; dennoch garantieren RAID 5, RAID 6 und RAID 0 keine vollständige Absicherung gegen Datenverlust. Hardware‑Ausfälle, Anwenderfehler, Dateisystem‑Korrumpierung oder der gleichzeitige Ausfall mehrerer Laufwerke können zum Verlust des Zugriffs auf wichtige Informationen führen.
In den meisten Fällen lassen sich Daten erfolgreich wiederherstellen, wenn die Nutzung des Arrays rechtzeitig eingestellt wird und spezialisierte Software zur RAID‑Rekonstruktion eingesetzt wird. Die korrekte Identifikation der Array‑Parameter und die Einhaltung von Wiederherstellungsempfehlungen erhöhen die Chancen auf eine erfolgreiche Dateiwiederherstellung erheblich.
Zur Minimierung des zukünftigen Datenverlust‑Risikos empfiehlt es sich, regelmäßig Backups zu erstellen und den Zustand der Laufwerke sowie des RAID‑Controllers kontinuierlich zu überwachen.




